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  • Apple veröffentlicht iOS 17.4 als eines der wichtigsten iPhone-Updates

    Mit den alternativen App Stores ist das bestimmt für einige ein interessantes Update, aber für mich ist tatsächlich relativ wenig (eigentlich sogar nichts, außer die geschlossenen Sicherheitslücken) dabei.

    iOS 17.4 veröffentlicht, das in der EU alternative App Stores und Browser-Engines ermöglicht

    Mit iOS 17.4 führt Apple Änderungen für alternative App Stores und andere Dienste ein. iPhone-Nutzer in der EU können nun alternative App-Marktplätze und Zahlungsoptionen nutzen. Browsern von Drittanbietern wird ermöglicht, andere Engines als Apples Webkit zu verwenden, mobilen Zahlungsdiensten von Drittanbietern wird der Zugriff auf die NFC-Schnittstelle des iPhones angeboten.

    Diese Änderungen sollen das bisher geschlossene Ökosystem Apples aufbrechen und den Wettbewerb auf dem iPhone verändern – so der Plan der EU.

    Sonstige Änderungen

    • Personen mit Wohnsitz in der Europäischen Union können jetzt:
      - Apps von alternativen App-Marktplätzen installieren
      - Browser-Apps mit alternativen Browsertechnologien installieren
      - Den Standard-Webbrowser festlegen, wenn Safari das erste Mal geöffnet wird
      - Alternative Zahlungsoptionen für Apps im App Store mit dem externen Badge für Einkäufe verwenden.
    • ein weiteres eckiges digitales Uhr-Widget, welches die Uhrzeit einer ausgewählte Stadt anzeigt.
    • Apple Podcasts hat jetzt eine Transkription, wodurch Podcasts während des Zuhörens, nun auch gelesen werden können.
    • Apple hat angekündigt, mit dem Verschlüsselungsstandard PQ3 die Sicherheit von iMessage deutlich zu erhöhen.
    • Auf dem iPhone 15 (Pro) werden die Auskünfte zum Batteriezustand nun unter Batterie -> Batteriezustand gebündelt.
    • Im App Store kann ab sofort die eigene Kaufhistorie eingesehen werden. Der Umweg über den Browser oder iTunes am Desktop ist nicht mehr nötig.
    • Entwickler können die mit iOS 17 eingeführten Animationen und Effekte in Videokonferenzen und -anrufen deaktivieren. Damit kann verhindert werden, dass bei einem ernsten Thema plötzlich Konfetti oder Emojis durchs Bild wehen (X), wenn die Kamera ein Handzeichen dafür wahrnimmt.
    • Das Herunterladen von Apps aus den neuen App-Marktplätzen kann unter Einstellungen -> Bildschirmzeit -> Beschränkungen -> App-Installation & Käufe deaktiviert werden.
    • neue Emojis
    • Grundstein für die nächste Generation von Carplay
    • Sicherheitslücken geschlossen
    • Mit der Erkennungsfunktion von „Musik“ kannst du erkannte Titel zu deinen Apple Music-Playlists, zur Mediathek sowie zu Apple Music Classical hinzufügen.
    • Siri verfügt jetzt über eine Option, mit der eingehende Nachrichten in jeder unterstützten Sprache angekündigt werden.
    • Siri verliert ihr Hey - die Siri-Aktivierungsphrase „Hey Siri“ kann auf ein schlichtes „Siri“ verkürzt werden
    • Der Schutz für gestohlene Geräte unterstützt ortsunabhängig die Option für erhöhte Sicherheit.
  • Apple muss auch 1,8 Milliarden Strafe an die EU zahlen, weil sie die Geschäftsmodelle von z.B. Spotify gnadenlos ausnutzen, denn wenn eine App monatliche Abogebühren für einen Dienst aufruft kassiert Apple jeden Monat die 30 Prozent Anteil.

    Einzige Möglichkeit das zu umgehen ist, dass die App Abschlüsse in der App nicht ermöglicht sondern die Kunden auf eine Webseite im Browser umleitet und sie dort losgelöst von Apple ein Abo abschließen.

    Apple hat deswegen von der EU einen reingewürgt bekommen, weil sie darauf nirgends hinweisen und das böse Erwachen für die App Anbieter dann kommt, wenn Apple die Kohle überweist, bzw. eben gerade nicht.

  • Und? Sollte jedem Anbieter bewusst sein bevor er im App Store anbietet und steht bestimmt auch so in den AGBs.

    Finde ich das gut? Nein. Ich finde aber auch unsere Steuern und Abgaben nicht faiir und muss mich trotzdem daran halten.

    Außerdem zahlen sie die Strafe nicht wegen den 30% Anteil (ähnlich bei Google), denn wie schon geschrieben ist das jedem Anbieter bewusst und da gibt es auch kein plötzliches böses Erwachen, erst recht nicht von Anbietern wie Spotify. Die zahlen die Strafe, weil sie eben den Umweg über alternative Wege, wie die Webseite des Anbieters, verboten haben. Das ist Mist.

    Finde ich aber trotzdem etwas scheinheilig von einigen Anbietern. Apples AppStore ist einer der lukrativsten und so manch einer hat sich dort eine goldene Nase verdient und beschwert sich dann im nachhinein, weil es dann immer noch nicht genug ist *schiel auf EPIC und deren Fortnite*


    EDIT: Hier nochmal ein kleiner Auszug aus einem Beitrag, weil ich hier wieder sinnloses Apple Bashing rieche :nicken: Komisch, dass hier wieder die üblichen Verdächtigen (wie Spotify) sind und Google scheinbar auch nicht so heilig ist. Plattform nutzen wollen, aber nicht die Gebühren zahlen. Möchte auch Spotify Premium und Netflix kostenlos.

    Google verlangt 30 Prozent aller Umsätze, die über das eigene Zahlungssystem umgesetzt werden. Weil Google für App- und In-App-Käufe digitaler Güter über den Play Store keine Alternativen zulässt, geben die meisten Entwickler also regelmäßig 30 Prozent ihrer App-Umsätze an den Suchmaschinenkonzern ab. Einige bekannte Unternehmen haben sich dieser Pflicht bisher aber widersetzt. Dazu zählen Spotify, Netflix und Tinder, deren Anbieter kürzlich eine Koalition gegen die App-Provisionen von Apple und Google gegründet haben.

    Quelle

  • Das Problem bei Apple ist eben, es gibt kein Sideloading. Bei Apple heißt es "nutz unseren Store oder verziehe dich". Das ist eben ein Unterschied zu Google und Android, wo jeder seinen eigenen Store machen kann oder einfach die App auf seiner Webseite anbietet, wenn er nicht will, dass Google da was mitverdient.

    Den Vergleich mit Fortnite verstehe ich nicht? Das Spiel ist von Epic entwickelt worden und gibt es auch für Playstation und XBox. Ich nehme an, Sony und Microsoft kriegen auch ihren Anteil an den Einnahmen.

    Es gibt schon einen Grund warum die F2P Spiele auf den großen Konsolen inzwischen vom Onlinegame-Bezahlzwang auf Konsole ausgeschlossen wurden. Eben damit Sony und Microsoft sowie die Entwickler da dann mitverdienen können, weil sonst viele Leute solche Spiele nicht auf Konsole spielen würden bzw. auch das Geld nicht dem Spieleanbieter für Mikrotransaktionen geben würden sondern sich denken, warum sie da noch im Spiel was zahlen sollen, wo sie doch schon das Abo für PSN und XBox Live löhnen. Von daher sehe ich diese Situation etwas losgelöst. Das haben die F2P Anbieter mit Sony und Microsoft im Laufe der Jahre so ausgehandelt.

  • Und genau das ist das Problem in dieser Diskussion.

    Wieso? Weil Fortnite am PC nur direkt auf der eigenen Plattform vertrieben wird? Da geht gar keine Gebühr an Epic (wie auch), sondern sie nehmen komplett die 100 Prozent selbst ein, selbst wenn sie es aufsplitten, 70 + 30 = 100...

  • Warum ist das für mich als User ein Problem? Ich habe noch nie Sideloading genutzt, weder bei Android, noch bei Apple... nur bei Blackberry, da die Appauswahl im eigenen Store mies war.

    Ich nutze auf Android nicht nur den Play Store sondern auch den Amazon App Store und APKPure, weil letzteres auch Apps anbietet, die bei Google ein Region Lock haben und hier nicht verfügbar sind.

    Ich lade auch teils APKs direkt von der Webseite herunter, etwa meinen Adblocker, weil Google die rausgeschmissen hat. Wie ich annehme gibt es auch bei iOS immer mal wieder Apps, die Apple nicht mag, und deswegen nicht in ihren Store lässt.

  • Du, aber ich bleibe bei meiner Frage. Warum ist das für mich schlecht oder ein allgemeines Problem?

    Der Hauptgrund warum ich einen Bogen insbesondere um iOS mache, ich will auf dem Gerät machen was ich will und installieren was ich will und nicht was ein Hersteller erlaubt.