• Das MS Dos gab es meines Wissens nur für x86 Maschinen.

    Ich rede ja nicht von MS DOS sondern von Amiga DOS bzw. Amiga Basic, letzteres ist definitiv von Microsoft. MS DOS läuft logischerweise nur auf einem IBM PC kompatiblen Computer und lief auch nicht auf anderen Computern mit X86.

  • Ich rede ja nicht von MS DOS sondern von Amiga DOS bzw. Amiga Basic, letzteres ist definitiv von Microsoft. MS DOS läuft logischerweise nur auf einem IBM PC kompatiblen Computer und lief auch nicht auf anderen Computern mit X86.

    Ich bin mir da nicht mehr so sicher, glaube aber eher nicht da extra für die Motorola Platform geschieben wurde.

    "Hochsprachen" war derzeit kaum verbreitet und generell übelst schlecht/unperformant und die Assemblerbefehle nebst Speicherarchitektur bei Motorolas sind dermaßen anderes (deutlich besser ;) ) als beim X86 das es mich schon stark wundern würde.

    Beim AmigaBasic stimmt es aber, das kam von Microsoft, war aber auch nicht besonders. :irrer:

    Die einzige echte Fehlentscheidung dabei war das Commodore die Kurve zum VGA Graphikformat bekommen hat.

    Anfangs war die Bitmapvariante in Punktop butterweichen Scrollen eine gute Idee, aber mit dem aufkommen der "2,5D 3D Graphik (Wing-/Strike Commander, Doom, etc.) " war die übelst unterlegen.

    Das erschreckend dabei ist das gerade die Motorola CPU ideal in Verbindung mit dem VGA System gewesen wäre da sie extremst performante Befehle dafür hatte.

    Wenn der Amiga nicht eingegangen wäre wär vermutlich Motorola viel viel größer geworden, wenn sie nicht sogar Intel den Rang abgelaufen hätten.

    Aber wo keine Stückzahlen verkauft werden da lohnt dann auch die Weiterentwicklung nicht mehr. :gruebel:

  • Stay Forever hat gerade den ersten Teil seines Amiga Podcasts rausgebracht. Die Workbench ist tatsächlich zunächst ein ein Mann Inhouse Projekt gewesen. Sie hatten ja schon Geos und haben auch GEM gesehen (was dann später Atari für den ST eingekauft hat) aber sie haben nach der Commodore Übername auf SUN Workstations gearbeitet und dessen Desktop gesehen und wollten was ähnliches, weil scheinbar SUN da schon fortschrittlicher als selbst Apple war.

    Die Amiga Grafik war zu der Zeit ja allen anderen weit überlegen, erst 1989 kam ja das Mega Drive mit gleicher CPU aber besseren Grafikchips. Die theoretischen 4096 Farben beim Amiga waren ja nur im HAM Modus nutzbar und praktisch unbrauchbar.

    VGA wurde zwar bereits 1987 entwickelt aber konnte da auch nur 16 Farben respektive 256 im Textmodus, also nicht für Spiele. Aber eben schon bis zu 640x480 Pixel Auflösung. Da war also selbst der EGA Chip des Amiga teils noch voraus, da der bekanntlich ja 32 Farben bei Standardauflösungen (320x200) konnte.

    Problematisch wurde es dann zu AGA Zeiten, da gab es bereits SVGA und der Amiga bot zu wenig zu spät.

    Über die Geschichte brauchen wir nicht reden, ein PC der aus Einzelkompenenten nach Bedarf zusammengestellt werden kann ist immer besser als ein Komplettsystem für alle Anwendungsfälle. Bürorechner (damals) brauchen nun mal keine "Videobeschleunigung" oder ähnliches.

  • Über die Geschichte brauchen wir nicht reden, ein PC der aus Einzelkompenenten nach Bedarf zusammengestellt werden kann ist immer besser als ein Komplettsystem für alle Anwendungsfälle. Bürorechner (damals) brauchen nun mal keine "Videobeschleunigung" oder ähnliches.

    Jein, hätte man rechtzeitig reagiert wäre das Problem nie (bzw nur kurzzeitig) dagewesen.

    VGA hatte ja pro Bildpunkt ein Byte, während 16Millionen dann mit einem Longword zu versorgen war.

    Wie gemacht für Motorola Chips der 68xxx Reihe.

    Deutlich einfacher als die Einzelbit Bearbeitung bei n Bitplanes.

  • Jein, hätte man rechtzeitig reagiert wäre das Problem nie (bzw nur kurzzeitig) dagewesen.

    VGA hatte ja pro Bildpunkt ein Byte, während 16Millionen dann mit einem Longword zu versorgen war.

    Wie gemacht für Motorola Chips der 68xxx Reihe.

    Deutlich einfacher als die Einzelbit Bearbeitung bei n Bitplanes.

    Ja, aber da reden wir frühe bis mittlere 90er, da war Amiga schon lange gegessen und Commodore pleite.

    Der Amiga war Mitte 80 ungeschlagen, bis eben Ende 80er. Der Nachfolger, der Amiga 600 war ein kapitaler Flop (und viel, viel zu spät) und bot kaum Verbesserungen und der Amiga 1200 kam dann 1992 und da war Commodore nahe dem Ende und der Zug langsam abgefahren.

    Zu bedenken gilt, als der Amiga auf den Markt kam erlebte Commodore seine Blütezeit, der C64 verkaufte sich über 20 Million Mal (Schätzung, genau weiß man es nicht) und ist immer noch der meistverkaufte Heimcomputer der Welt. Der Amiga verkaufte nicht mal ein Viertel davon und erreichte nicht mal 5 Millionen (alle Modelle und Generationen zusammen und über einen viel längeren Zeitraum).

    Aus heutiger Sicht würde man ihn also als kompletten Flop abtun im Vergleich zu etwa Konsolen. Das Sega Dreamcast verkaufte sich 10 Millionen Mal und brach der Firma fast das Genick wegen der niedrigen Verkaufszahlen, und das war nur wenige Jahre später.

    Commodore Amiga hätte gleich nach der Einführung des Amiga 500 / 2000 (1987) mit der Entwicklung eines besseren Nachfolgers beginnen müssen. Stattdessen ruhte man sich auf den Lorbeeren aus und brachte erst sieben (!) Jahre später einen echten Nachfolger. Zum Vergleich, zwischen C64 und Amiga liegen drei Jahre und die technischen Unterschiede sind gewaltig, stärker als man sie heute nach 15 Jahren hat.

    Denn damals galt Moore's Law ja auch noch. Commodore hätte also den A1200 spätestens 1989 / 1990 bringen dürfen und dann 1992 / 1993 bereits dessen Nachfolger wenn sie relevant hätten bleiben wollen. Das konnten und / oder wollten sie aber nicht.

    Zum Vergleich, das SNES erschien bereits 1990 in Japan und kostete 200 Dollar. Abgesehen von der lahmen CPU lagen auch hier bei Grafik und sogar Sound Welten zwischen Amiga und dieser Konsole. Ich meine, mir quollen damals (1992) fast die Augen über, da stand ich mit meinem altbackenem Amiga und sah die Grafik von Zelda oder F-Zero und mir lief der Sabber nur so runter, sodass ich sofort in den nächsten Media Markt stürmte und mir das Gerät kaufen musste obwohl ich mit Konsolen bis dahin nichts am Hut hatte.

    Der PC mag zu dem Zeitpunkt VGA oder SVGA gehabt haben, aber die einzigen Spiele die grafisch dank 256 Farben besser aussahen waren Point / Click Adventures. Actionspiele etc. waren so Dinger wie Commander Keen, da hat man doch als Amigianer drüber gelacht.

    Ausnahmen waren dann Wolfenstein 3D (1992) und Doom (1993). Von denen hörte man aber die beeindruckten ja nur in Bewegung und setzten eben auf brachiale CPU Power, sprich niemand konnte sie einem in der Zeit vernünftig spielbar zeigen, weil niemand die Hardware dafür hatte, die immerhin beinahe so teuer war wie ein Kleinwagen zu der Zeit. Die große Verbrewitung fand erst in den Jahren danach statt, also '94 bis ca. '97, wo es Commodore eben schon lange nicht mehr gab.